Tag 1 – 06. August 2027: Französische Riviera: Ankunft im Süden

Der Transfer bringt Sie vom Flughafen auf die Halbinsel. Pinien, Villenmauern, dahinter das Blau. Das Cap d’Antibes gehört zu den ruhigsten und zugleich vornehmsten Adressen der Côte d’Azur — und für die nächsten zwei Nächte gehört es Ihnen.
Je nach Ankunftszeit bleibt der Nachmittag zu Ihrer freien Verfügung. Auspacken, durchatmen, ein erster Blick aufs Meer.
Am Abend dann treffen wir uns zum ersten Mal alle gemeinsam. Auf der Dachterrasse des Restaurants Quinto Cielo, hoch über der Halbinsel, mit einem Panorama, das von Antibes bis zu den Bergen im Hinterland reicht. Und während der Kellner die Gläser füllt, macht die Sonne genau das, wofür man an die Côte d’Azur fährt: Sie geht unter, langsam, in Rot und Gold, direkt vor uns. Gibt es bessere Arten, eine Reise zu beginnen? Vielleicht. Uns fällt nur gerade keine ein.
Tag 2 – 07. August 2027: Cap d’Antibes und Antibes: Der Tag, an dem aus Namen Gesichter werden

Nach dem Frühstück gehen wir los. Der Küstenweg des Cap d’Antibes führt in etwa 45 bis 60 Minuten an der Felsküste entlang, über der die Villen der Reichen und Berühmten liegen und unter der das Wasser gegen den Stein schlägt. Zwischendurch immer wieder traumhaft schöne Badebuchten mit kristall-klarem Wasser und feinem Sandstrand. Eine beinah surreale Szenerie an der sonst so zugebauten und lauten Côte d’Azur. In der Realität ist es in jedem Fall ein wunderschöner Spaziergang. Mit Zeit zum Reden und gegenseitigen Kennenlernen.
Am Mittag erreichen wir Antibes. Die Altstadt ist von einer Festungsmauer umschlossen, ihr Markt an der Cours Masséna gehört zu den schönsten der Region, und im Château Grimaldi arbeitete 1946 ein gewisser Pablo Picasso — heute das Musée Picasso. Eine Stadtführung öffnet Ihnen die Geschichten hinter den Fassaden.
Danach ist der Nachmittag Ihrer. Ein Bummel durch die Gassen, ein Café am Hafen, ein Blick auf die Yachten des Port Vauban. Am Abend kommen wir wieder zusammen. Und Sie werden merken: Es ist der zweite Abend, und es fühlt sich schon nicht mehr wie der zweite an.
Tag 3 – 08. August 2027: Cannes, Mougins und Einschiffung: Vom Land aufs Meer

Heute wird ausgeschlafen. Das Frühstück darf dauern.
Dann geht es nach Cannes. Die Croisette, der Boulevard der Filmfestspiele, die Villen und die Palmen und der Alte Hafen — eine Stadtführung zeigt Ihnen die Stadt hinter dem Glanz. Weiter dann hinauf ins Hinterland, nach Mougins.
Und Mougins ist ein Fund. Ein mittelalterliches Dorf, in Spiralen um seinen Hügel gebaut, Blumen an jeder Mauer, Ateliers in jedem zweiten Haus. Picasso verbrachte hier seine letzten fünfzehn Lebensjahre. Nach einem kleinen Rundgang kehren wir im Resto des Arts ein, einem jener Lokale, in denen die provenzalische Küche noch ohne Nachdenken auf den Tisch kommt.
Am Nachmittag erreichen wir Nizza. Der Landteil ist zu Ende. Die Reise fängt gerade erst an.
Beim ersten Dinner auf unserer Luxus-Yacht sitzen Sie mit Menschen zusammen, deren Namen Sie längst kennen, deren Geschichten Sie schon zur Hälfte gehört haben, mit denen Sie gestern durch Antibes gebummelt und heute Mittag in Mougins angestoßen haben. Genau dafür waren die beiden Tage am Cap gedacht. Wir müssen nicht mehr anfangen. Wir machen weiter. Und während das Schiff Kurs auf Marseille nimmt, wird es später, als Sie vermutlich gedacht hatten.
Tag 4 – 09. August 2027: Marseille: Der älteste Hafen Frankreichs

Am frühen Morgen laufen wir Marseille an. Die Stadt ist 2.600 Jahre alt und keinen Tag müde. Griechen gründeten sie, tausend Kulturen formten sie, und noch heute trägt sie ihre Schönheit wild und ungeglättet vor sich her.
Über allem thront Notre-Dame-de-la-Garde, die neobyzantinische Basilika, die die Einheimischen schlicht La Bonne Mère nennen. Unten am Vieux-Port beginnt das Labyrinth: der Panier, farbige Fassaden, Werkstätten, Wäscheleinen. Am Place de Lenche, wo einst die antike Agora lag, trinkt man seinen Pastis am späten Nachmittag. So macht man das hier. Und zwar schon immer.
Inkludierte Landausflüge zur Wahl:
Marseille Signature: Panier, Mucem & Pastis — 2 Stunden. Zu Fuß durch das älteste Viertel der Stadt, hinauf zum Fort Saint-Jean mit seinem Blick über die Hafeneinfahrt, weiter zum Mucem, dem spektakulären Museumsbau von Rudy Ricciotti. Zum Abschluss eine Pastis-Verkostung mit Einführung in Geschichte und Trinkritual. Einige Stufen und Kopfsteinpflaster im Panier.
Das ikonische Marseille: Notre-Dame de la Garde & Seifenmanufaktur — 3 Stunden. Panoramafahrt durch die Phokäer-Stadt, dann die Basilika mit ihren Mosaiken und maritimen Votivgaben und einem der schönsten Rundblicke der Region. Anschließend eine traditionelle Savonnerie, wo die berühmte Marseiller Seife noch nach alter Methode entsteht. Rund 1,2 Kilometer Gehstrecke, einige Stufen an der Basilika.
Katamaran-Fahrt zu den Calanques — 4 Stunden. Unter Segeln hinaus entlang der Kalksteinküste mit ihren verborgenen Buchten und dem türkisfarbenen Wasser, je nach Wetterlage bis zum Frioul-Archipel. Badestopps in geschützten Buchten sind möglich, direkt vom Katamaran aus. Begrenzte Teilnehmerzahl.
Am Abend legen Sie ab.
Tag 5 – 10. August 2027: Collioure: Der Ort, an dem die Farbe erfunden wurde

Ein katalanischer Hafen, klein, entzückend, unwiderstehlich. Collioure ist die Brücke zwischen den Pyrenäen und dem Mittelmeer. Hinter dem Ort steigt das Massiv der Serra de l’Albera auf, seine Weinberge fallen steil zum Wasser ab.
Vom Hafen aus sehen Sie die Kirche Notre-Dame-des-Anges. Ihr Glockenturm war einmal der Leuchtturm. Daneben die wuchtige Silhouette des königlichen Schlosses, in dem nacheinander die Könige von Mallorca, Aragón, Spanien und Frankreich residierten. In den Gassen leuchten die Häuser.
Und das ist kein Zufall. Hier fand Matisse jenes Licht, das den Fauvismus hervorbrachte — eine Malerei, die Farbe und Emotion zu einer neuen Sprache verband.
Dieser Tag gehört Ihnen. Collioure braucht keinen Ausflugsbus und keinen Zeitplan; der Ort ist klein genug, um ihn zu Fuß zu erobern, und schön genug, um dabei die Uhr zu vergessen. Ein Glas Banyuls an der Hafenmauer. Die Anchoiade in einer der alten Salzereien. Ein Rundgang durch das Château Royal, ein Kaffee im Schatten, ein zweiter Blick auf das Wasser, das hier tatsächlich anders leuchtet. Bis zum späten Abend bleibt das Schiff im Hafen — Zeit genug, allein loszuziehen oder sich zu zweit, zu dritt, zu viert zusammenzutun.
Tag 6 – 11. August 2027: Rosas: Katalonien zwischen Fels und Meer

Rosas liegt im Herzen der Costa Brava, zwischen Bergen und Meer, in der Provinz Girona. Eine Renaissance-Zitadelle bewacht den Ort. Davor: weite Sandstrände, kristallklares Wasser, geschützte Buchten. Dahinter: Bars, Terrassen, katalanische Küche und jene unangestrengte Lebendigkeit, die diesen Küstenstrich ausmacht.
Inkludierte Landausflüge zur Wahl:
Empúries und Sant Martí — 5 Stunden. Die griechisch-römische Hafenstadt Empúries zählt zu den bedeutendsten antiken Stätten der Iberischen Halbinsel: Wohnhäuser und Werkstätten im griechischen Teil, Amphitheater, Forum, Thermen und Mosaike im römischen. Anschließend ein Spaziergang über den Küstenpfad Camí de Ronda in das mittelalterliche Sant Martí d’Empúries. Geringer Schwierigkeitsgrad.
Cadaqués, das Fischerdorf — 4 Stunden. Weiß getünchte Häuser, ein historischer Hafen, die Halbinsel Cap de Creus im Rücken — Cadaqués war Fischerdorf und Künstlerzuflucht zugleich. Ein geführter Rundgang durch die befestigte Altstadt erzählt von Salvador Dalí, der nebenan in Port Lligat lebte, von Paul Éluard und Amanda Lear. Rund 2,5 Kilometer über unebenes Kopfsteinpflaster, einige Treppen.
Am späten Nachmittag nehmen wir Kurs auf Barcelona.
Tag 7 – 12. August 2027: Barcelona: Abschied am Morgen

Am frühen Morgen laufen wir nach Barcelona ein.
Der Transfer bringt Sie direkt zum Flughafen. Sechs Nächte, vier Häfen, zwei Länder — und das Gefühl, dass eine Kreuzfahrt genau so sein sollte: nah, licht, unaufgeregt. Wer einmal so gereist ist, reist wieder so.
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