Tag 1, 27.08.2027 – Paris – der perfekte Auftakt

Bevor die Arktis Sie in ihren Bann zieht, beginnt diese Reise mit einem Vorgeschmack auf das Besondere: Paris.
Eine Stadt, die keine Einführung braucht — und die es dennoch jedes Mal schafft, einen zu überraschen. Genau hier versammeln wir uns zum ersten Mal. Ein Tag, der nicht nur der Anreise dient, sondern bewusst gesetzt ist: als Auftakt, als erster gemeinsamer Moment, als leiser Übergang zwischen Alltag und Abenteuer. Nach dem Einchecken in Ihr stilvolles Hotel — mitten im Herzen der Stadt — bleibt Zeit, Paris auf eigene Faust zu erkunden. Vielleicht ein erster Spaziergang, vielleicht ein Café, vielleicht einfach das Gefühl, dass die Reise jetzt wirklich beginnt.
Am Abend treffen wir uns beim gemeinsamen Dinner in einem ausgesuchten Restaurant. Gutes Essen, guter Wein, erste Gespräche. Aus Fremden werden an solchen Abenden oft Bekannte — und manchmal mehr.
Am nächsten Morgen wartet der Flug nach Kangerlussuaq. Die Arktis wartet.
Aber zunächst: Paris.
Tag 2, 28.08.2027 – Kangerlussuaq – Ihr Abenteuer beginnt

Kangerlussuaq liegt nördlich des Polarkreises und wer hier ankommt, spürt sofort: die Welt hat eine andere Dichte bekommen. Nur wenige Kilometer entfernt erstreckt sich der Grönländische Eisschild, die größte Eisformation der nördlichen Halbkugel. Die Tundra rings umher leuchtet bereits in herbstlichen Farben — und ist Heimat von Polarhasen, Polarfüchsen, Rentieren, Falken und Adlern.
Ihr Schiff, die elegante L’Austral, erwartet Sie. Die Reise beginnt. Während das Schiff langsam Kurs Richtung arktische Wildnis nimmt, beginnt vermutlich eines Ihrer größten Reiseabenteuer.
Tag 3, 29.08.2027 – Nooralak – wo die Tundra bis zum Horizont reicht

Nur wenige Kilometer vom Polarkreis entfernt liegt die Halbinsel Nooralak — rau, ungezähmt und von einer Schönheit, die man nicht fotografieren kann. Man muss sie sehen.
Tundra bis zum Horizont. Eine Flora, die trotz allem gedeiht. Und eine Fauna, die hier ganz selbstverständlich zu Hause ist: Schneeammer, Kolkrabe, Rentier, Moschusochse und der scheue Polarfuchs, der sich nur zeigt, wenn er es selbst entscheidet.
Von den Höhen Nooralaqs öffnet sich der Blick auf den Itteleqfjord — und auf einen Himmel, der sich in seinem Wasser spiegelt wie nirgendwo sonst.
Tag 4+5, 30+31.08.2027 – Legendäre Disko-Bucht

Die Diskobucht ist einer jener Orte, die man kennt, bevor man sie gesehen hat. Und die einen trotzdem vollkommen unvorbereitet treffen.
Unzählige Eisberge treiben hier durch das dunkle Wasser — abgebrochen vom Eisfjord Ilulissat, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Manche sind so groß, dass sie wie stille Kathedralen aus dem Meer ragen. Das Geräusch, das entsteht, wenn ein Eisberg bricht, trägt weit. Und bleibt lange im Gedächtnis.
Die Diskobucht ist auch eines der besten Beobachtungsgebiete für Buckelwale weltweit. Wer Glück hat — und hier hat man oft Glück — erlebt beides: die Eisriesen und die sanften Giganten des Meeres, in einem einzigen Moment.
Tag 6, 01.09.2027 – Auf See: die Arktis zieht lautlos vorbei

Ein Tag, der bewusst Raum lässt.
Die Weite des Polarmeers, das gleichmäßige Gleiten durch arktisches Wasser, die Zeit, einfach nichts zu müssen — genau diese Momente sind es, die diese Reise so besonders machen. An Deck zieht die Arktis lautlos vorbei. Vielleicht tauchen Wale auf. Vielleicht nicht. Beides hat seinen eigenen Wert.
An Bord erwartet Sie ein volles Programm, wenn Sie es wünschen: Vorträge des Expeditionsteams, der Spa, der Fitnessbereich, die einzigartige Blue-Eye-Unterwasserlounge. Oder einfach ein Stuhl an Deck und der Blick aufs Meer.
Tag 7, 02.09.2027 – Pond Inlet: ein Inuit-Dorf am Ende der bekannten Welt

Hier beginnt die Nordwest-Passage.
Pond Inlet liegt an der Nordküste von Baffin Island — ein kleines Inuit-Dorf, das mit der Unendlichkeit auf Augenhöhe lebt. Um hierher zu gelangen, überqueren Sie den Polarkreis. Was Sie erwartet, lässt sich kaum in Worte fassen. Gebirgszüge mit verschneiten Gipfeln. Fjorde. Gletscher. Ein Lebensumfeld, das Raum und Zeit auf eine Art transzendiert, die man in keinem anderen Winkel der Welt so spürt. Die Menschen hier haben sich nicht an ihre Umgebung angepasst. Sie sind Teil von ihr.
Manche Orte verändern einen. Pond Inlet ist so ein Ort.
Tag 8, 03.09.2007 – Philpots Island: Stille, Eis und das Gefühl von Einsamkeit

Eine kleine Insel an der Ostküste von Devon Island — abgeschieden, rau und von einer stillen Dramatik geprägt.
Wo sich Gletscher zurückgezogen haben, hinterließen sie kleine Strände, die sich mit imposanten Felsformationen abwechseln. Zodiac-Ausflüge bringen Sie nah heran — an Landschaften, an treibende Eisberge, an Robben und Seevögel, die hier ihre Ruhe gefunden haben. Und vielleicht, in der Ferne, an einen Eisbären, der dasselbe tut.
Tag 9+10, 04+05.09.2027 – Devon Island: die größte unbewohnte Insel der Welt

Devon Island ist die größte unbewohnte Insel der Welt. Diese Tatsache allein sagt mehr als jede Beschreibung.
Robert Bylot und William Baffin entdeckten sie 1616 als erste Europäer. Zwei Jahrhunderte später wurde sie kartografiert. Um 1920 errichtete die Hudson’s Bay Company einen Pelzhandelsposten. 1936 verließen die letzten Inuit die Insel. Was blieb, sind einige verfallene Gebäude — und eine Natur, die sich alles zurückgeholt hat.
Heute gehört Devon Island dem Eisbären. Und dem Wind. Und dem, der beides zu schätzen weiß.
Tag 11, 06.09.2027 – Somerset Island: Tundra, Moschusochsen und absolute Stille

Somerset Island ist eines der am besten erhaltenen Naturreservate der Erde — und mit 24.786 Quadratkilometern die neuntgrößte Insel des kanadisch-arktischen Archipels.
Die Tundra hier ist weit, der Bewuchs spärlich, die Stille absolut. Moschusochsen ziehen durch die Landschaft, als ob die Zeit für sie keine Rolle spielt. Das Peary-Karibu zieht sich in die Tieflagen zurück. Und die Mitternachtssonne, die hier noch in ihrer vollen Pracht zu erleben ist, taucht alles in ein Licht, das man nicht vergisst.
Tag 12, 07.09.2027 – Die Bellotstraße: im Herzen der Nordwest-Passage

Dies ist einer der großen Momente dieser Reise.
Die Bellotstraße ist nur zwei Kilometer breit — eine von starker Strömung durchflossene Meerenge, die die Insel Somerset von der Halbinsel Boothia trennt. 1852 entdeckt von Captain William Kennedy und dem Franzosen Joseph-René Bellot, der ihr seinen Namen gab, während er nach Franklin suchte.
Heute navigiert Ihr Schiff genau hier hindurch. Packeis treibt in großen Schollen. Der Ross-Cairn überblickt den Eingang. Und irgendwo an den Ufern könnte ein Eisbär stehen und Ihrem Schiff nachschauen, während Sie an ihm vorbeigleiten.
Es gibt Augenblicke auf dieser Reise, die sich einprägen. Dieser ist einer davon.
Tag 12+13, 07+08.09.2027 – Prince of Wales Island: wo das Leben seinen Weg findet

Permafrost, Tundra, karges Moos — und mittendrin ein Leben, das man hier nicht erwartet.
Prince of Wales Island öffnet die Tür zu einer Natur, die auf den ersten Blick karg wirkt und auf den zweiten überwältigt. Eisbären, Polarfüchse, Walrosse, Robben, Belugas. Schnee-Eulen, die lautlos über die Tundra gleiten. Arktische Seeschwalben, die Zehntausende von Kilometern zurücklegen, um genau hierher zu kommen.
Das Leben findet einen Weg. Hier mehr als anderswo.
Tag 13, 08.09.2027 – Prescott Island: die Kanarienvögel des Polarmeers

Die Ufer von Prescott Island, mitten in der Peel-Straße, sind ein bevorzugter Ort der Belugas. Die „Kanarienvögel der Meere” — so genannt wegen ihrer hohen, melodischen Rufe — tummeln sich hier zwischen Eisbergen und dramatischen Küsten.
Es war genau diese Meerenge, die Sir John Franklin 1846 als erster Europäer durchquerte, auf der Suche nach dem Weg, der ihm versagt blieb. Roald Amundsen gelang es schließlich 1903. Sie sind jetzt Teil dieser Geschichte — als Zeuge, nicht als Suchender.
Tag 14, 09.09.2027 – Fahrt durch den Lancastersund

Der Lancastersund bildet den östlichen Eingang zur Nordwest-Passage — und ist seit 300 Jahren Schauplatz von Entdeckung, Scheitern und Ausdauer.
Im August 1845 wurde Franklins Expedition zuletzt hier gesichtet. Danach: Stille. Heute sind es Wale, Eisbären und Meeresvögel, die diese nährstoffreichen Gewässer bevölkern. Der Lancastersund liegt auf Inuit-Gebiet und soll zur maritimen Schutzzone werden — ein Ort, der seine Ursprünglichkeit bewusst bewahrt.
Tag 15, 10.09.2027 – Beechey & Devon Island

Es gibt Orte, die man still besucht. Beechey Island ist so ein Ort.
Hier überwinterte Sir John Franklin 1845 mit seiner Mannschaft in der Erebus-Bucht — und wartete darauf, dass das Packeis ihn weiterließe. Drei Seeleute starben in diesem Winter und wurden auf der Insel begraben. Ihre Holzstelen stehen noch heute. Das Denkmal zu ihrer Erinnerung auch.
Die Landschaft drumherum ist eindrucksvoll: Gelb- und Ockertöne der Felswüste, ein weiter Himmel, absolute Stille. Ein Ort, der Geschichte nicht inszeniert. Man begegnet ihr einfach — und wird Teil davon.
Tag 16+17, 11+12.09.2027 – Auf See: Zeit zum Nachspüren

Zwei Tage auf dem offenen Meer — Zeit zum Ankommen, Nachspüren und Sortieren.
Was Sie in den vergangenen Tagen erlebt haben, braucht Raum. Die Eindrücke sind groß. Das Expeditionsteam bietet Vorträge und Gespräche an. Der Spa lädt ein. Und das Deck auch.
Vielleicht taucht ein Wal auf. Vielleicht liegt einfach nur das Meer vor Ihnen, so weit das Auge reicht.
In der Arktis bleibt vieles offen – und genau darin liegt ihr Zauber.
Tag 18, 12.+13.09.2027 – Svartenhavn – eine Bucht, die kaum jemand kennt

Eine kleine, stille Bucht — eingebettet in einen Fjord, der kaum auf Karten auftaucht.
Svartenhavn ist kein Höhepunkt im klassischen Sinne. Es ist etwas Selteneres: ein Ort vollkommener Abgeschiedenheit, an dem die Zeit einfach steht. Eine historische Hütte aus dem Jahr 1920, Wildgänse, Eiderenten, Moschusochsen, Polarfüchse — und eine Stille, die man in sich aufnehmen kann wie frische Luft.
Tag 19, 14.09.2027 – Grönland von seiner wildesten Seite

An der Südküste der Diskoinsel liegt Qeqertarsuaq — eines von nur zwei Dörfern auf einer Insel, die so groß ist wie Korsika und dennoch fast leer.
Seit dem frühen 20. Jahrhundert lockt die Insel Naturforscher an. Das Arctic Station, gegründet 1906, ist bis heute aktiv. Zodiac-Ausflüge bringen Sie zu den außergewöhnlichen Basaltfelsen der Küste, während Buckelwale die Bucht beleben und Grönland Sie noch einmal von seiner wildesten Seite zeigt.
Tag 20, 15.09.2027 – Evighedsfjorden: der Fjord, der niemals endet

Der Fjord der Ewigkeit.
Sein Name ist kein Zufall. Behutsam gleitet das Schiff in diesen über 100 Kilometer langen Meeresarm hinein — und je weiter man fährt, desto mehr scheint er sich zu verlängern, als wolle er diesen Moment bewusst hinauszögern. Gletscher. Blumenübersäte Tundra. Zerklüftete Felsen, in denen Seeadler und Dreizehenmöwen nisten.
Es ist der letzte große Augenblick dieser Reise. Und er ist würdig, der letzte zu sein.
Tag 21, 16.09.2027 – Zurück in der Realität

Als Erik der Rote im 10. Jahrhundert an dieser Küste landete, fand er Fjorde, fruchtbares Land und das Schweigen des hohen Nordens. Heute ist Nuuk die lebhafteste Stadt Grönlands — mit einem historischen Zentrum, einem der größten Fjordnetze der Welt direkt vor der Tür und Häusern in Rot, Gelb, Blau und Grün, die sich leuchtend gegen das dunkle Wasser abzeichnen.
Eine Stadt, die Geschichte und Gegenwart auf ganz eigene Art trägt.
Und der perfekte Schlusspunkt für eine Reise, die weit mehr war als die Summe ihrer Stationen.
Aus Fremden ist unterwegs oft mehr geworden. Eine vertraute Runde, mit der man Eisberge bestaunt, Geschichte gespürt und Augenblicke geteilt hat, die sich mit niemandem teilen lassen, der nicht dabei war.
Mit der Ausschiffung in Nuuk endet diese Reise. Was bleibt, sind Bilder, die kein Foto je ganz einfangen wird.
Momentan ist noch keine Reiseleitung gewählt.